EndoTracer
Sicher zertifiziert. Effizient dokumentiert.

Wie bereitet sich ein Endometriose­zentrum auf das EuroEndoCert-Audit vor?

Der verdeckte Aufwand vor dem Audittermin

Wenn Einrichtungen die Zertifizierung oder Rezertifizierung als Endometriose­zentrum anstreben, steht oftmals der Audit­termin im Fokus. In der Realität zeigt sich jedoch, dass das zweitägige ärztliche Audit durch die Gutachter von EuroEndoCert nur die Spitze des Eisbergs abbildet. Der Haupt­aufwand fällt in den Monaten davor an.

Zentren müssen Fallzahlen validieren, Operations­statistiken aufbereiten und die Voll­ständigkeit des SEF-Minimal­datensatzes garantieren. Werden Lücken oder Dokumentations­fehler erst kurz vor dem Audit entdeckt, drohen wochen­lange manuelle Nach­recherchen im Kranken­haus­informations­system (KIS), die wertvolle ärztliche Ressourcen binden.

Der offizielle Zertifizierungs­ablauf

Der Weg zur Anerkennung durch die SEF und die EuroEndoCert folgt einem festen Protokoll:

  1. Anfordern der Erfassungs­formulare bei der EuroEndoCert.
  2. Vollständiges Ausfüllen der Erfassungs­formulare.
  3. Einreichen der Formulare mit den notwendigen Anlagen inklusive SEF-Minimal­datensatz.
  4. Prüfen der Unterlagen durch zwei Mitglieder der Zertifizierungs­kommission.
  5. Nach positiver Prüfung vereinbaren zwei festgelegte Auditoren einen Vor-Ort-Termin mit dem Zentrum.
  6. Die Auditoren erstellen einen schriftlichen Bericht. Bei Defiziten werden konkrete Mängel formuliert, die vor einer Zertifikats­erteilung nachweislich behoben werden müssen.

Das Stufenkonzept: Welche Anforderungen gelten für Ihr Level?

Die Stiftung Endometriose Forschung (SEF) unterscheidet drei Stufen für die Zuteilung des Zertifikats:

Stufe I: Endometriosepraxis

Entspricht der "Endometriose-Sprechstunde" gemäß den Leit­linien der DGGG. Neben strukturellen und personellen Voraus­setzungen ist der Nachweis von mindestens 50 behandelten Patientinnen pro Jahr erforderlich.

Stufe II: Endometrioseklinik

Entspricht der „Endometriose-Einheit“ gemäß den Leitlinien der DGGG. Neben strukturellen und personellen Voraus­setzungen ist der Nachweis von mindestens 100 behandelten Patientinnen pro Jahr erforderlich.

Stufe III: Endometriosezentrum

Umfasst zusätzlich zur Stufe II Organisation eines Endometriose-Netzes und eines Qualitäts­zirkels, feste Kooperation mit Reproduktions­medizin, Schmerz­ambulanz und Reha. Neben strukturellen und personellen Voraus­setzungen ist der Nachweis von mindestens 100 operierten Patientinnen pro Jahr erforderlich, davon 10 Fälle mit organ­über­schreitender infiltrierender Ausbreitung und 10 dokumentierte interdisziplinäre Therapie­planungen. Darüber hinaus muss die Durchführung und Dokumentation einer strukturierten Anamnese nachgewiesen werden.

Die 3 größten Probleme in der Audit­vorbereitung

Warum die Vorbereitung in vielen Zentren Wochen statt Tage dauert, liegt meist an strukturellen Defiziten in der Software-Infrastruktur:

Die Lösung: Automatisierung statt Last-Minute-Stress

Der effektivste Weg, den Zeitaufwand für das EuroEndoCert-Audit nachhaltig zu senken, ist die kontinuierliche Dokumentation im klinischen Alltag. Eine spezialisierte, von der SEF empfohlene Software wie der EndoTracer verringert den Aufwand für die Auditvor­bereitung erheblich und verhindert Fehler bei der Dokumentation durch das Verschieben von manuellen Arbeiten in automatisierte Prozesse:

Automatisierter SEF-Minimaldatensatz

Der EndoTracer speichert die von der Patientin erfassten Anamnese- und Katamnese-Daten und die vom Arzt dokumentierten Diagnose-, Befund- und Therapie-Daten und erstellt daraus voll­automatisch den SEF-Minimal­daten­satz mit der Summations­statistik im geforderten Format.

Automatisierte Katamnese

Die Katamnese-Befragung wird ohne jegliches Zutun vom Anwender vom EndoTracer vollkommen eigenständig im Hinter­grund gesteuert: Die Patientin stimmt bei der Anamnese-Befragung der Teilnahme an der Katamnese-Befragung zu und wird von der Vilendo-Plattform ein Jahr später automatisch zum Follow-up inklusive Erinnerungs-E-Mails eingeladen.

Laufende Plausibilitätsprüfung

Statt Datenlücken erst kurz vor dem Audit zu entdecken, überwacht das System Dokumen­tations­fehler unterjährig in Echtzeit.

Dass die enge Verzahnung des EndoTracers mit den Klinik­prozessen gelingt, liegt insbesondere an der Philosophie von Vilendo, Produkt­entwicklungen primär an den Kunden­wünschen auszurichten.

Dies unterstreicht auch das Feedback zum EndoTracer von Dr. Guttenberg vom Endometriose­zentrum Ravens­burg: „Wir waren von Anfang an dabei und schätzen neben dem EndoTracer besonders die persönliche Zusammen­arbeit mit Vilendo. Unsere Anforderungen und die Abläufe im Endometriose­zentrum werden verstanden und wir bekommen bei Fragen schnell und unkompliziert Unterstützung. Wir fühlen uns einfach sehr gut betreut.“

Fazit

Mit der richtigen digitalen Strategie sinkt das Zertifizierungs­risiko auf ein Minimum und gleich­zeitig schrumpft die Audit­vorbereitung von mehreren Wochen auf wenige Klicks zusammen. Das nimmt den Stress aus dem Zertifi­zierungs­prozess und schafft Kapazitäten für die Patientinnen­versorgung.

Der EndoTracer setzt genau an den drei klassischen Säulen der medizinischen Qualitäts­sicherung nach Donabedian an: Er optimiert die Prozess­qualität durch digitale Workflows und sichert die Ergebnis­qualität durch die automati­sierte Katamnese.

FAQs: Häufige Fragen zur Zertifizierung

Wann muss die Jahresstatistik spätestens bei EuroEndoCert eingereicht werden?

Zertifizierte Endometriosezentren müssen ihre Summations­statistik des Vorjahres zwingend bis zum 31. März des Folgejahres per E-Mail an die EuroEndoCert-Geschäfts­stelle übermitteln.

Was passiert, wenn die Auditoren beim Vor-Ort-Termin Mängel feststellen?

Bei einem negativen Votum oder fest­gestellten Abweichungen formuliert die Kommission eine Liste mit Verbesserungs­vor­schlägen. Das Zentrum erhält die Gelegen­heit, die kritisierten Punkte gezielt nach­zu­bessern. Nach erfolgreicher Beseitigung (und gegebenen­falls einem Nach­audit) erfolgt die erneute Beurteilung zur Zertifikats­erteilung.

Gibt es Mindestanforderungen an die genutzte Dokumentations­software?

Ja. Um von der SEF für die Erstellung der Jahres­statistik zugelassen zu werden, muss die Software spezifische Mindest­anforderungen erfüllen (z. B. exakte Abbildung der Item-Struktur des Kenn­zahl­bogens). Der EndoTracer erfüllt diese Kriterien voll­ständig und wird von der SEF als empfohlene Lösung gelistet.

Über den Autor

Ralf Mayr, Experte für medizinische Qualitätssicherung und Geschäftsführer der Vilendo GmbH
Ralf Mayr (Geschäftsführer Vilendo GmbH)

Als Experte für digitale Gesund­heits­lösungen entwickelt Ralf Mayr mit seinem Team spezialisierte Software, um den admini­strativen Dokumentations­aufwand in Kranken­häusern und Praxis­kliniken drastisch zu senken.

Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in der medizinischen Qualitäts­sicherung mit: Als Gründer und Inhaber der medicaltex GmbH etablierte er bereits die Qualitäts­sicherungs­systeme AQS1 und SQS1, die in vielen Verträgen mit den Krankenkassen Voraussetzung für die Integrierte Versorgung sind und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Ambulantes Operieren (BAO) eine maßgebliche Rolle in der Gesund­heits­politik in Deutschland gespielt haben.

Mit AQS1 und SQS1 wurden in Deutschland über 3,2 Millionen ambulante Operationen erfolgreich qualitäts­gesichert durchgeführt.

Durch diese tiefe Verwurzelung im deutschen Gesundheits­wesen kennt er die regula­torischen Anforderungen von EuroEndoCert und der SEF aus der täglichen Praxis.

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