EndoTracer
Sicher zertifiziert. Effizient dokumentiert.

Vergleich von Dokumentations­systemen für Endo­metriose: Excel, EnDoS oder EndoTracer?

Wie Datenqualität die Zertifizierung eines Endometriose­zentrums sichert

Für den Betrieb eines Endometriose­zentrums ist eine Kernvoraus­setzung die lückenlose Dokumentation von Endometriose­fällen. Die dabei gesammelten Daten dienen dem internen Qualitäts­management, erlauben wissen­schaftliche Analysen und bilden die zwingende Basis für die Zertifizierung durch Stellen wie die EuroEndoCert.

Die Strukturierung nach dem SEF-Minimaldatensatz dient dabei als klinischer Standard, um eine einheitliche Datenbasis und die Vergleich­barkeit von Behandlungs­abläufen zu gewähr­leisten. Der SEF-Minimal­datensatz ist ein standardisiertes, klinisches Datenmodell der Stiftung Endometriose Forschung (SEF). Die dafür geforderten Parameter können mit unter­schiedlichen Hilfs­mitteln erfasst und exportiert werden. In der Praxis unterscheiden sich diese Hilfs­mittel jedoch maßgeblich in der Effizienz und der Qualität beim Erfassen der für die Zertifizierung notwendigen Daten.

In dem vorliegenden Artikel sollen die Vor- und Nachteile der drei Systeme EnDoS, Excel und EndoTracer beleuchtet werden.

Vergleich der Systeme

EndoTracer EnDoS Excel
Patientin erfasst Anamnese-Daten
Dashboard für Sprech­stunde
Dateneingabe visuell unterstützt
Follow-up (Katamnese)
Vollautomatisch
Rudimentär
Follow-up-Reminder
SEF-Minimal­daten­satz
Plausibili­täts­prüfung vor dem Audit
Ausführlich
Rudimentär
Unterjährige Plausi­bilität­sprüfung
Automatischer Qualitätsbericht
Benchmark mit anderen Zentren
Durchschnitt­licher Aufwand pro Fall Unter 30 Sek.* Ca. 8 Min.* Ca. 10 Min.*
Ohne Hardware-Installation
Ohne Software-Installation
Jährliche Lizenzkosten Ab 3.468 € Ca. 600 – 2.000 € * 0 €
Jährliche interne IT-Kosten 0 € Ca. 1.200 € * 0 €
Einrichtungs­gebühr Ab 3.400 € 0 € 0 €
DSGVO-Konformität

1. Die moderne Management-Plattform EndoTracer

Der EndoTracer wurde als ganz­heitliche Plattform konzipiert, die Dokumentation, Qualitäts­management und Zertifi­zierung miteinander verknüpft. Der Fokus des EndoTracers liegt auf der besonders reibungs­losen Integration der Daten­eingabe in den klinischen Alltag und einer maximalen Daten­qualität, um das Audit-Risiko zu minimieren und wissen­schaftlich verwertbare Daten zu erhalten.

Vorteile

Dr. Therre vom MIC-Zentrum Mainz meint dazu: „Es ist eine wesentliche Arbeits­erleichterung und kostet kaum Zeit. Im Gegenteil: Dadurch, dass die Patientin schon vorher so viel ausfüllt, spart der EndoTracer sogar Zeit.“

Nachteil

2. Das etablierte Altsystem EnDoS

EnDoS ist die klassische, im deutsch­sprachigen Raum weit verbreitete Lösung zur standar­disierten Erfassung des SEF-Minimal­daten­satzes.

Vorteile

Nachteile

3. Die Tabellenkalkulation Excel

Viele Einrichtungen starten ihre Datener­fassung pragmatisch mit Excel-Tabellen. Bei geringen Fallzahlen bietet dies scheinbar eine hohe Flexibilität.

Vorteile

Nachteile

Fazit

Eine zukunftssichere Endometriose-Dokumentation darf Daten nicht nur passiv verwalten, sondern muss sie im klinischen Alltag direkt nutzbar machen. Während Excel-Tabellen an Fallzahlen scheitern und EnDoS den Fokus rein auf die Erfassung legt, überführt der EndoTracer die Dokumentations­pflicht in ein automati­siertes Qualitäts­management. Das spart wertvolle ärztliche Arbeits­zeit und sichert die Zertifi­zierung evidenz­basiert ab.

FAQs: Häufige Fragen zu den Dokumentations­systemen

Wie hoch ist der IT-Aufwand bei der Umstellung auf den EndoTracer?

Da der EndoTracer als moderne Cloud-Plattform (Software-as-a-Service) konzipiert ist, entfällt der interne IT-Aufwand für Server-Installationen, Datenbank­wartungen oder manuelle Updates komplett. Im Gegensatz zu klassischen On-Premise-Lösungen wie EnDoS, bei denen klinik­eigene Hardware betreut werden muss, ist der EndoTracer nach der Einrichtung sofort über den Browser einsatz­bereit und wird zentral aktualisiert.

Wer benötigt ein C5-Testat, wenn ich den EndoTracer in meinem Klinikum einsetzen möchte?

§ 393 Absatz 3 Nummer 2 SGB V verlangt ein aktuelles C5-Testat der daten­ver­arbeitenden Stelle. Die Begründung des Regierungs­entwurfs nennt als Ziele, einen sicheren Cloud-Einsatz im Gesund­heits­wesen zu ermöglichen, technische Mindest­standards zu schaffen und die Verarbeitung von Sozial- und Gesund­heits­daten unter diesen Voraus­setzungen ausdrücklich zu erlauben.

Vilendo betreibt keine eigene Cloud-Infrastruktur als daten­ver­arbeitende Stelle, sondern nutzt Cloud-Dienste von Microsoft Azure. Die von uns einge­setzten Azure-Dienste sind aufgrund der technischen Zuordnung vom Prüfumfang der C5-Testierung von Microsoft erfasst.

Unabhängig von der rechtlichen Einschätzung stellt Vilendo allen Nutzern des Online-Portals das Vilendo Trust Center zur Verfügung. Dort können zahlreiche Abläufe und Kontrollen, die Vilendo bereits seit Jahren intern praktiziert, anhand von Protokollen und Verzeich­nissen transparent nach­voll­zogen werden. Das Vilendo Trust Center stellt den Anwendern Informationen bereit, die weit über die für ein C5-Audit benötigten Unter­lagen hinausgehen.

Warum reicht eine reine Excel-Lösung für die Zertifizierung meist nicht aus?

Excel bietet keine standardisierte Validierung bei der Daten­eingabe. In der klinischen Praxis führt dies schnell zu Inkonsistenzen im SEF-Minimal­daten­satz oder zu unvollständigen Daten. Da Zertifizierungs­stellen wie EuroEndoCert lückenlose und plausible Daten verlangen, erzeugt Excel vor jedem Audit einen immensen manuellen Nach­bearbeitungs­aufwand. Der EndoTracer verhindert diese Daten­lücken bereits während der Eingabe durch automatisierte Plausibilitäts­prüfungen im Hintergrund.

Über den Autor

Ralf Mayr, Experte für medizinische Qualitätssicherung und Geschäftsführer der Vilendo GmbH
Ralf Mayr (Geschäftsführer Vilendo GmbH)

Als Experte für digitale Gesund­heits­lösungen entwickelt Ralf Mayr mit seinem Team spezialisierte Software, um den admini­strativen Dokumentations­aufwand in Kranken­häusern und Praxis­kliniken drastisch zu senken.

Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in der medizinischen Qualitäts­sicherung mit: Als Gründer und Inhaber der medicaltex GmbH etablierte er bereits die Qualitäts­sicherungs­systeme AQS1 und SQS1, die in vielen Verträgen mit den Krankenkassen Voraussetzung für die Integrierte Versorgung sind und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Ambulantes Operieren (BAO) eine maßgebliche Rolle in der Gesund­heits­politik in Deutschland gespielt haben.

Mit AQS1 und SQS1 wurden in Deutschland über 3,2 Millionen ambulante Operationen erfolgreich qualitäts­gesichert durchgeführt.

Durch diese tiefe Verwurzelung im deutschen Gesundheits­wesen kennt er die regula­torischen Anforderungen von EuroEndoCert und der SEF aus der täglichen Praxis.

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